24.05.2019
Vom Brunnen bis zum Hochbehälter – Wie das Wasser in die Leitung kommt

Auf Einladung der Freien Wählergemeinschaft Mömlingen fand am 24. Mai eine Informationsveranstaltung zum Thema „Vom Brunnen bis zum Hochbehälter- Wie das Wasser in die Leitung kommt“ statt.

Um 17:00h traf man sich am Dorfplatz und fuhr zum Buchberg. Hier am Brunnen 5 startete die interessierte Gruppe ihre „Wasserbegehung“.

 

Hr. Klaus Babilon, Bauhofleiter der Gemeinde Mömlingen, führte die Gruppe entlang des langen Weges des Wassers, der von den Quellen über Brunnen und Wasserwerk bis zum Hochbehälter reichte. Mit seinem profunden Wissen und seiner lockeren Art präsentierte er die vielen Informationen in einer kurzweiligen und sehr ansprechenden Form.

Er erläuterte anhand einer Übersichtskarte das Einzugsgebiet der Brunnen, welches mittels 16 Messstellen überwacht wird. Neben dem Brunnen 5 hat Mömlingen weitere Brunnen, die aber aus unterschiedlichen Gründen nicht für die Versorgung genutzt werden können. Der Brunnen 5 hat eine Tiefe von 45m und mit zwei redundanten Pumpen in 30 m Tiefe werden im Jahresmittel 480 m3 täglich gefördert. Hr. Babilon merkte an, dass bereits am Brunnen die Qualität des Wassers mittels permanenter Messung der Trübung überwacht wird; hier zeige sich bereits die gute Qualität des Mömlinger Wassers.

Vom Brunnen aus wird das Wasser durch Rohre unter der Mümling hindurch zum Wasserwerk geleitet.

Im Wasserwerk erklärte Hr. Babilon anhand der Schalttafel alle an der Mömlinger Wasser-versorgung beteiligten Komponenten, so dass die Zuhörer ein sehr gutes Verständnis für die Gesamtheit der Wasserversorgung entwickeln konnten. Hier erfolgt nach einer Vorfilterung und einer prinzipiell möglichen Mischung mit Wasser andere Brunnen eine Entsäuerung des Wassers durch Ausgasung des Kohlendioxids. Letzteres ist zum Schutz des Rohrnetzes und der Hausinstallationen erforderlich. Nach der Entsäuerung gelangt das Wasser in zwei Kammern zu je 75 Fassungsvermögen. Mit vier redundant betriebenen Pumpen wird das Wasser in das Versorgungsnetz und damit in den Hochbehälter gepumpt, wobei das Wasser eine Desinfizierung mittels UV-Licht und einen Druckausgleichsbehälter durchläuft bevor es ins Leitungsnetz eingespeist wird.

 

Hr. Babilon führte aus, das die gesamte Anlage automatisch betrieben wird und die Qualität des Wassers permanent erfasst und durch die AMME zentral gesteuert und überwacht wird. Das Leitungsnetz jedoch wird von der Gemeinde mit Hilfe vieler entlang der Wasserleitungen installierten Mikrofone überwacht. Damit kann im Gegensatz zu früher sehr rasch auf Wasserlecks im Leitungsnetz reagiert werden. Dies führte zu weit geringeren Wasserverlusten und zu geringeren Kosten bei der Lecksuche.

 

An der letzten Station am Hochbehälter erklärte Hr. Babilon, dass die Pumpen im Wasserwerk tagsüber mit dem Strom aus dem Solarfeld betrieben werden, wobei dann meist noch eine kleine Menge Energie in das öffentliche Stromnetz abgegeben werden kann. Der Hochbehälter besteht aus zwei Kammern mit je 500 m3 Fassungsvermögen und verfügt über einen obenliegenden Wasserzulauf, einen im unteren Viertel liegenden Wasserablauf, sowie am Boden befindliche Entleerungsleitungen für die Wartung. Auch hier wird die Wasserqualität durch permanente Überwachung und regelmäßiger Desinfektion der Kammern sichergestellt.

 

Am Ende der „Wasserbegehung“ zeigten sich die Teilnehmer zufrieden, dass hier mit viel Sorgfalt und Engagement ein sehr hochwertiges Lebensmittel geboten wird.

Nach diesem interessanten Vortrag bestand bei vielen das Bedürfnis, das Wasser in veredelter Form eines Bieres oder gespritzten Apfelweines in der Wolfsschänke zu sich zu nehmen. Hier fand die Veranstaltung ihren Ausklang.

 

Einen Herzlichen Dank ergeht an Hr. Klaus Babilon und die Gemeinde Mömlingen, die diese Informationsveranstaltung ermöglichte. MG

 

Ihre Freie Wählergemeinschaft Mömlingen